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Freitag, 19. Februar 2021

Rolex Kaliber 3135 zerlegt

Viele Kunden fragen, ob es möglich ist einen Blick auf Ihr zerlegtes Rolex Uhrwerk zu werfen. Leider ist das in den meisten Fällen nicht möglich. 

Ein Uhrmacher arbeitet immer sehr konzentriert. Jeder Einfluss von außen ist dabei kontraproduktiv und stört den Arbeitsfluss. Aus diesem Grund lassen wir, verständlicherweise, nur zu bestimmten Anlässen Kunden in unsere Uhrmacherwerkstatt.

Um trotzdem einen Blick zu gewähren, zeigen wir Euch ein Bild von einen zerlegten Rolex Kaliber (Uhrwerk) 3135. Wie man sieht sind es viele Teile, und einige davon kann man nur mit der Lupe richtig betrachten.



Dienstag, 5. Januar 2021

Meine Rolex klappert!

Der ein oder andere Träger einer Automatik-Uhr kennt das klappernde Geräusch aus dem Inneren der Uhr.
Die Rotorwelle ist defekt ,und der Rotor kommt bei jeder Bewegung an das Gehäuse. 
Daher das Klappern!

Es gibt dafür zwei Ursachen.

1. Die Uhr hat einen starken Stoß erhalten und die Rotorwelle ist aus der Vermietung gebrochen
2. Die Uhr hat schon sehr lange keinen Service erhalten. Dadurch ist die Rotorwelle abgenutzt und hat zu viel Spiel.

Bei der Rolex GMT Master war es der nicht durchgeführte Service.
Auf den nachfolgenden Bildern sieht man die Arbeitsschritte bis zur Fertigstellung. 
An der alten Rotorwelle sieht man die rötlichen Ablagerungen und Schleifspuren



















Montag, 21. Dezember 2020

Rolex Revision 300.- Euro

Benötigt Ihre Rolex eine Revision?

Dann sind Sie in der zertifizierten Uhrmacherwerkstatt von Uhrmachermeister Kriescher richtig.

Uhrmachermeister Kriescher und seine Uhrmacher bearbeiten bis zu 800 Rolex pro Jahr.

Ein besonderes "Steckenpferd" der spezialisierten Uhrmacher ist die Revision und Reparatur von vintage Rolex.

Rolex Sammler aus Europa, Asien und Amerika greifen auf die Erfahrung von Uhrmachermeister Kriescher zurück.


Was beinhaltet eine Revision:
  • Ausbau & Zerlegen des Uhrwerks
  • Reinigen aller Uhrwerksteile, Gehäuse & Armband
  • Sichtkontrolle aller Teile 
  • Zusammenbau des Uhrwerks
  • Ölen und Schmieren aller relevanten Uhrwerksteile
  • Kontrolle des Uhrwerks auf sicher Funktion
  • Uhrwerk einregulieren
  • Montage von Zifferblatt & Zeiger
  • Einbau des Uhrwerks in das Gehäuse
  • Mehrtägige Kontrolle der Gesamten Uhr
  • Preis 300.- Euro zzgl. Ersatzteile falls benötigt (Submariner, Date, Daydate, Datejust, GMT Master, Explorer, Airking, Cellini, Seadweller)
Auf alle ausgeführten Arbeiten gewähren wir 12 Monate Garantie

Rolex Revision



Dienstag, 15. Dezember 2020

 Perfekte Vorbereitung auf den Lockdown.

Gestern sind jede Menge Kronen, Tuben und andere Ersatzteile für Rolex angekommen.
Schickt oder bringt mir Eure Rolex.
Ich kann mich in den nächsten Wochen in aller Ruhe um Eure Uhren kümmern.
Benötigt Deine Rolex eine Revision oder Reparatur?
Dann melde Dich bei mir!



Sonntag, 15. November 2020

Servicecenter für ZENO BASEL Reparatur, Service, Revision & Wartung

 



Servicecenter für ZENO Basel  

Uhrmachermeister Kriescher

Um das komplexe Innenleben einer ZENO Basel intakt zu halten, empfehlen wir eine Grundüberholung / Revision /Wartung alle fünf bis sechs Jahre.

Bei Ihrer ZENO Basel trocknen die synthetischen Öle und Fette an den Druck- und Lagerstellen aus. Somit sind an diesen Reibungsstellen im Uhrwerk keine Schmierungen mehr vorhanden, wodurch Abnutzungserscheinungen entstehen. Auch bei einer ZENO Basel die nicht getragen wird, schreitet der Alterungsprozess der Dichtungen und der Öle weiter.

Der Anspruch von Uhrmachermeister Kriescher lautet, Reparaturen fachgerecht, schnellstmöglich und kostengünstig abzuschließen. 

Eine turnusmäßige Revision des Uhrwerks, Gehäuses und Uhrbandes Ihrer ZENO Basel ist zur Freunde und Werterhaltung zu empfehlen

Sonntag, 1. November 2020

Interview mit mir im Fratello Magazin

 

In unserer Interview-Reihe auf fratello.de stellen wir Ihnen verschiedene Uhrenenthusiasten vor. Heute ist es Uhrmacher Uli Kriescher.


Daniel Müller: Kannst Du dich kurz vorstellen und wie Du zum Thema Uhren gekommen bist?

Uli Kriescher: Uli Kriescher (47) aus Würselen bei Aachen. Mir wurde das Uhrmacherhandwerk in die Wiege gelegt. Aus drei Generationen sind aus meiner Familie sechs Uhrmachermeister hervorgebracht worden. Ich bin einer davon. Schon mit drei Jahren habe ich unter dem Uhrmachertisch von meinem Großvater mit Weckerteilen gespielt.

Ich betreibe ein Uhrenfachgeschäft für kleine, innovative Uhrenmanufakturen und bin mit meinem Uhrmacher-Team auf die Reparatur & Revision von Rolex, insbesondere vintage Rolex spezialisiert.
Seit 15 Jahren bin ich öffentlich bestellter & vereidigter Sachverständiger für das Uhrmacherhandwerk und seit 2016 Uhrenexperte in der ZDF Sendung „kaputt und zugenäht“.

DM: Was ist eine besondere Uhr in Deiner Sammlung und warum?

UK: Ich habe keine Uhrensammlung!
Ich sammele altes Uhrmacherwerkzeug, restauriere es und arbeite damit.
Als gutes Beispiel dient die Herstellung eines Rades.
Wenn einer meiner Azubis ein Rad auf einer antiken Wälzmaschine selber hergestellt hat, ist das für mich und den angehenden Uhrmacher immer ein besonderes Gefühl.

Mit der gleichen Maschine und derselben Arbeitstechnik arbeiten Uhrmacher seit Jahrhunderten. Ich möchte, dass alte Arbeitstechniken nicht verloren gehen!

DM: Magst Du moderne oder Vintage-Uhren?

UK: Neo-Vintage! Mein absolutes Lieblingsuhrwerk ist das Rolex 3135. Ein hervorragendes Uhrwerks, dass von 1988 bis 2008 gebaut wurde. Eine Rolex Datjust oder Submariner mit dem Kaliber 3135 ist mein Favorit!

DM: Wenn Du keine finanziellen Einschränkungen hättest, was wäre Deine drei-Uhr Traumkollektion?

UK: Erwin Sattler Präzionspendeluhr Classica Secunda(1 Sekunde Abweichung pro Monat!), Grönefeld Principia, und Lang & Heyne Friedrich III.

DM: Magst Du Komplikationen bei Uhren und wenn ja, welche ist Dein absoluter Favorit?

UK: Ich arbeite grundsätzlich nach dem Leitspruch des leider schon verstorbenen Uhrmacher-Genies Sir George Daniels. „Der Uhrmacher ist nur der Präzision verpflichtet und sonst nichts“.
Jede Komplikation entzieht dem Uhrwerk Kraft, die zum Schluss dem präzisen Gang fehlt! Aus diesem Grund lieber ohne Komplikation, dafür aber äußerst präzise!

DM: Was sind deine Vorlieben und Abneigungen gegenüber der heutigen Uhrenindustrie?

UK: Ich bin ein Fan von Netzwerken, wie dem Netzwerk der Uhrmacher des Zentralverbandes für Uhren & Zeitmesstechnik. In dem Netzwerk sind nicht nur Uhrmacher sondern auch kleine Uhrenhersteller. Wir tauschen uns aus, und helfen uns gegenseitig bei Problemen!

Leider merkt man vielen Top-Managern der Uhrenindustrie an (zum Glück nicht allen), dass es egal ist ob Uhren, Butter oder Autos verkauft werden, Hauptsache die Rendite stimmt.

DM: Welche Uhrenmarke wird deiner Meinung nach unterschätzt und unterbewertet?

UK: Die Uhrenmanufaktur DAMASKO ist total unterbewertet!
95% aller Teile (bis auf das Glas und das Band) werden inhouse gefertigt.
Die Verarbeitung der Gehäuse ist phänomenal und die selbst konstruierten und gebauten Uhrwerke sind top!

DM: Was magst Du an Fratello bzw. was vermisst Du oder hättest gerne mehr davon?

UK: Es ist für jeden etwas dabei, von günstig bis teuer, von vintage bis neu. Die Mischung ist gut!
Mir fehlt die Rubrik Uhrentechnik, wie z.B. „dem Uhrmacher über die Schulter geschaut“.
Gerade das Thema Uhrentechnik ist für viele Uhrenliebhaber sehr interessant.

DM: Kannst Du uns etwas über deine aktuellen oder zukünftigen Projekte mitteilen?

UK: Es durchlaufen jährlich bis zu 700 Rolex Uhren meine Uhrmacherwerkstatt. Rund die Hälfte davon sind vintage Rolex. Eigentlich hat man bei dieser Masse keine Zeit für neue Projekte! Da ich allerdings von Mitte März bis Mitte April, wie alle anderen Geschäfte in Deutschland, mein Uhrenfachgeschäft wegen der Pandemie schließen musste, hatte ich auf einmal viel Zeit!

Zu dieser Zeit saß ich mit einem meiner Uhrmacher alleine in der Werkstatt und wir haben die restlichen Arbeiten ausgeführt. Da wir beide keine Lust hatten mehrere Wochen zuhause zu bleiben, haben wir angefangen ¾ Platinen für das UNITAS 6498 Uhrwerk nach Glashütter Bauart zu bauen. Daraus sind vier Uhren entstanden. Eigentlich sollte meine Frau, mein Vater, mein Uhrmacher und ich eine bekommen.



Nachdem ich ein paar Fotos auf Instagram und Facebook gepostet hatte, waren alle vier Uhren innerhalb von ein paar Tagen an Uhrenliebhaber verkauft. Das hat mich motiviert weiter zu machen. Es ist mittlerweile eine kleine Kollektion aus vier Uhren entstanden. Demnächst folgt eine bezahlbare Automatik-Uhr mit Keramik-Lünette.

DM: Zum Abschluss: Was würdest Du Leuten, die neu in das Thema Uhren und Uhren sammeln eintauchen, als Ratschlag mit auf den Weg geben?

UK: Bitte glaubt nicht alles, was in den Uhrenforen erzählt wird!

Donnerstag, 22. Oktober 2020

Servicecenter für UNIVERSAL GENEVE Reparatur, Service, Revision & Wartung

 


Servicecenter für UNIVERSAL GENEVE  

Uhrmachermeister Kriescher

Um das komplexe Innenleben einer UNIVERSAL GENEVE intakt zu halten, empfehlen wir eine Grundüberholung / Revision /Wartung alle fünf bis sechs Jahre.

Bei Ihrer UNIVERSAL GENEVE trocknen die synthetischen Öle und Fette an den Druck- und Lagerstellen aus. Somit sind an diesen Reibungsstellen im Uhrwerk keine Schmierungen mehr vorhanden, wodurch Abnutzungserscheinungen entstehen. Auch bei einer UNIVERSAL GENVE die nicht getragen wird, schreitet der Alterungsprozess der Dichtungen und der Öle weiter.

Der Anspruch von Uhrmachermeister Kriescher lautet, Reparaturen fachgerecht, schnellstmöglich und kostengünstig abzuschließen. Der ambitionierten Reparatur, Wartung, Pflege & Service von vintage UNIVERSAL GENEVE (Polerouter, Tricompax…) gilt unser spezielles Interesse.

Eine turnusmäßige Revision des Uhrwerks, Gehäuses und Uhrbandes Ihrer UNIVERSAL GENEVE ist zur Freunde und Werterhaltung zu empfehlen


Mittwoch, 21. Oktober 2020

Mit eigener Kollektion: So trotzt ein Uhrmachermeister der Industrie

 Deutsche Handwerkszeitung 19.10.2020 

Uhrmachermeister Ulrich KriescherMit eigener Kollektion: So trotzt ein Uhrmachermeister der Industrie

Ulrich Kriescher aus Würselen nutzte die Zeit des Corona-Lockdowns und entwarf seine erste eigene Uhrenlinie – mit überraschendem Erfolg. Warum der Uhrmachermeister dabei auf Individualität setzt und sich so auch von den großen Herstellern absetzen will.

Nur wenige Stunden brauchte es, da waren sie bereits vergriffen: die ersten Armbanduhren der eigenen Uhrenlinie von Ulrich Kriescher. "Ich habe insgesamt vier Uhren gebaut: zwei für meine Familie, eine für mich und eine, die ich verkaufen wollte. Auf Instagram habe ich Fotos davon gepostet. Zu meiner Überraschung habe ich innerhalb von 48 Stunden alle vier Uhren verkauft", so der Uhrmachermeister. Ein Erfolg, der den Inhaber von Uhren Kriescher in Würselen bei Aachen dazu ermutigte, weitere Modelle zu fertigen. Heute sind die Armbanduhren, die als Markenzeichen die Aufschrift "Kriescher 1929" tragen, fester Bestandteil seines Angebots. Mit seiner eigenen Kollektion will der Uhrmacher seinen Kunden aber nicht nur individuelle Produkte bieten, sondern sich auch von der Uhrenindustrie absetzen.

Mehr Unabhängigkeit von Großkonzernen

In seinem Fachgeschäft mit rund 800 Quadratmetern Ausstellungsfläche bietet Kriescher ein umfangreiches Uhrensortiment, zu dem neben Wand- und Standuhren auch Armbanduhren sowie eine Uhrenwerkstatt gehören. Den Betrieb gibt es seit 1929. Das Uhrmacherhandwerk ist fester Bestandteil der Familie Kriescher: sechs Uhrmacher aus drei Generationen sind hieraus hervorgegangen. Auch Ulrich Kriescher liebt seine Arbeit: "Vor allem das ruhige und präzise arbeiten", schwärmt er. Trotzdem, so erzählt er, machen die im Handwerk bekannten Probleme auch vor seinem Gewerk keinen Halt. Neben dem Fachkräftemangel sei das vor allem die Marktmacht der Uhrenindustrie, speziell aus der Schweiz: "Wer Reparaturen Schweizer Uhrenmarken in Deutschland anbieten will, muss sich offiziell als Servicewerkstatt zertifizieren lassen. Diese Zertifizierungen kosten viel Geld und müssen bereits nach einigen Jahren erneuert werden."

>>> Lesetipp: Wie die Marktkonzentration das Handwerk trifft

Kriescher beschloss, selbst aktiv zu werden, um sich mehr Unabhängigkeit von diesem System zu schaffen: "Den Traum einer eigenen Uhrenkollektion hatte ich schon lange, aber mir fehlte die Zeit", so der Handwerker, der schon als Uhrenexperte in der ZDF-Fernsehsendung "kaputt und zugenäht" fungierte. Denn sein Geschäftsalltag sei wie der vieler Uhrenmacher vor allem durch den Verkauf und die Reparatur von Uhren geprägt. Als es Mitte März 2020 zum Corona-Lockdown kam und er sein Geschäft vorübergehend schließen musste, fand er erstmals genügend Zeit, um seine Idee umzusetzen. 

Uhr mit Formel 1-Faktor

Der Weg von den ersten Prototypen zur fertigen Kollektion sei jedoch nicht einfach gewesen. "Besonders schwierig war es, einen Materiallieferanten für eine so kleine Uhrenlinie zu finden. Ich musste am Anfang deshalb viel telefonieren und regelrecht 'betteln'", erzählt Kriescher.

Uhr der Kollektion von Uhrmacher Ulrich Kriescher.

Gelohnt habe es sich aber allemal – und das nicht nur, weil die ersten Stücke schnell begeisterte Abnehmer fanden: "Ein Uhrenliebhaber hat sogar eine Fahrt von 400 Kilometer auf sich genommen, um sich eine 'Kriescher-Uhr' zu kaufen", erzählt der Uhrmacher. Das Besondere an seiner handgefertigten Kollektion sei nicht nur die handwerkliche Präzession, sondern auch die Einzigartigkeit jedes Stücks: "Die Käufer können sich ihr Band selbst aussuchen und auch eine Gravur ist möglich", so Kriescher. Das i-Tüpfelchen seiner Linie finde sich jedoch auf der Rückseite der Uhren: Verzierungen in Form von Zierschliffen, von Experten auch als 'Genfer Streifen' bezeichnet, sorgen hier für den edlen Touch. In der Uhrenbranche stehen sie seit hunderten von Jahren für eine besonders hohe Qualität.

Auch speziellere Kundenwünsche setzt Kriescher gerne um. "Ein Kunde hat sich etwa eine Uhr aus komplett schwarzem Gehäuse gewünscht", berichtet er. Der Uhrenliebhaber, der bei der Formel 1 arbeitet, half prompt selbst dabei, dass passende Material dafür zu besorgen – nämlich über seinen Arbeitgeber. Entstanden ist eine Armbanduhr aus 'Diamond like Carbon', einem diamantartigen Kohlenstoff. Kriescher, der sich auch im Aachener Arbeitskreis der junger Handwerksunternehmer engagiert, freut sich, dass er so sein Netzwerk vergrößern konnte:"So kann ich meinen Kunden immer etwas Neues bieten."

Leidenschaft für eigene Uhrenlinie ist Voraussetzung

Kann Kriescher auch anderen Uhrmachern empfehlen, eine eigene Uhrenlinie zu entwerfen? "Ja, aber nur, wenn sie auch eine wirkliche Passion dafür haben", rät er. Man müsse nicht nur besonders ideenreich sein, sondern neben dem alltäglichen Geschäft auch viel Zeit investieren. Zudem rät der 47-Jährige, nicht alles auf eine Karte zu setzen, sondern das Geschäft mit einer eigenen Kollektion zunächst nebenher laufen zu lassen.  

Auch das richtige Marketing gehöre dazu: Werbung für seine Armbanduhren macht Kriescher auch auf seinem Instagram-Kanal – hier werde er immer wieder von Interessierten angeschrieben. Mittlerweile hat er circa 20 Uhren seiner Eigenmarke verkauft – im Durchschnitt kosten diese 1.295 Euro. Bis eine Uhr komplett fertig gestellt ist, benötigt er insgesamt circa vier Wochen Zeit. Derzeit arbeitet Kriescher aber nicht nur fleißig an seiner Kollektion. "Ideen habe ich genug", so der Handwerker. Sein Plan ist es, eine ganz spezielle Uhr herzustellen – was genau das für eine ist, wollte er aber noch nicht verraten.


Freitag, 25. September 2020

Arbeit bis zum Abwinken!

 Entschuldigt bitte, dass ich in letzter Zeit nicht so aktiv auf meinem Rolex Blog war.

Leider wird das auch in nächster Zeit nicht anders werden!

Meine Uhrmacherwerkstatt war schon immer gut ausgelastet, doch seit ca. 5 Monaten werde ich regelrecht bestürmt!

Rolex Reparaturaufträge ohne Ende!

Also nochmal, entschuldigt bitte, wenn ich in nächster Zeit nicht mehr regelmäßig Berichte poste!

Die folgenden Bilder zeigen die Uhren, die ich mit meinen Uhrmachern innerhalb von fünf Werktagen überholt haben!






Montag, 24. August 2020

Aus dem Alltag eines Uhrmachers: Die Wasserdichtigkeit

Aus dem Alltag eines Uhrmachers: Die Wasserdichtigkeit


Diesen Bericht habe ich für das Magazin von Chrono24 geschrieben:

 

Ulrich Kriescher ist Uhrmachermeister und berät als solcher täglich Kunden in 

Servicefragen – in seiner Uhrmacherwerkstatt und auch im TV. 

Bei uns widmet er sich den häufigsten Fragen, die ihm in seinem Berufsalltag 

begegnen. In diesem Artikel geht es um Folgende: 

Ist meine Uhr wirklich wasserdicht? 

Und welche Faktoren beeinflussen die Wasserdichtigkeit einer Uhr?

 

Seit ca. 45 Jahren ist das Thema wasserdichte Uhren Gegenstand fast jeder 

Uhrenwerbung. Die Angabe zur Wasserdichtigkeit mittlerweile ein fester Bestandteil

der technischen Spezifikationen. 

Für einige Marken ist die Kennzahl so etwas wie ein Aushängeschild für bestimmte

Modelle geworden. Sie überbieten sich in Katalogen und Anzeigen damit,

wie tief man mit diesem speziellen Modell tauchen kann. 

Was vielen Käufern dabei jedoch nicht bewusst ist:

Hier ist Vorsicht geboten. Uhren und Wasserdichtigkeit, dass ist ein ganz spezielles

Thema, mit dem ich in meiner Tätigkeit als Uhrmacher und Gutachter sehr oft zu

tun habe. Denn viele Verbraucher glauben, dass Ihre Uhren ein Leben lang wasserdicht

sind. Dem ist nicht so!

 

Das beeinflusst die Wasserdichtheit einer Uhr

Ein Uhrengehäuse wird aus mehreren Materialien zusammengesetzt, die sich bei Temperaturschwankungen unterschiedlich stark ausdehnen können. Damit man die Wasserdichtigkeit trotzdem gewährleisten kann, gibt es spezielle Konstruktionen

mit eingebauten Dichtungen – diese unterliegen aber einem natürlichen Alterungsprozess.

Wer sich näher mit diesem Thema auseinandersetzen möchte, der wird in der

Norm DIN 8310 fündig. Darin kann man unter anderem lesen: „(…) nach jedem Stoß,

Kontakt mit Chemikalien und Wärmebeeinflussung muss die Wasserdichtigkeitinfrage

gestellt werden“.

Das bedeutet zum Beispiel, dass selbst ein Stoß gegen die Tischkante oder einen

Türrahmen dazu führen kann, dass die Wasserdichtigkeit nicht mehr gegeben ist.

Auch ein Kontakt mit Chemikalien ist nicht so unwahrscheinlich wie man denkt.

Hier reicht es beispielsweise, wenn man sich die Hände mit Seife wäscht und diese in

Kontakt mit der Uhr kommt.

Selbst in solch alltäglichen Situationen wie Schwimmen, Springen ins Wasser und Duschen ist Vorsicht geboten. Hier kann kurzfristig durchaus ein größerer Druck auf die Dichtelemente entstehen. Besonders gefährdet sind Uhren, wenn man nach einem Sonnenbad

ins kühle Nass springt. Aufschlagdruck und Unterdruck durch die Abkühlung addieren sich und können so leicht zu Schäden führen. Aus genau diesen Gründen ist meine grundsätzliche

Aussage nach einer bestandenen Wasserdichtigkeitsprüfung immer:

„Zum Zeitpunkt der Prüfung wasserdicht“.

 

Wie äußert sich ein Wasserschaden?

Ob Feuchtigkeit in ein Uhrengehäuse gelangt ist, kann man leicht erkennen.

Beim Tragen der Uhr erwärmt sich das Gehäuse. Der kälteste Punkt ist dabei immer

das Uhrenglas. Da sich Feuchtigkeit immer am kältesten Punkt sammelt, beschlägt das

Uhrenglas, auch wenn nur ein wenig Feuchtigkeit ins Uhrengehäuse gelangt ist.

Nicht selten passiert das auch durch Beschädigungen oder Verschleiß in Form von alten

Dichtungen, defekten Kronen, Drückern oder Gläsern. Ein Fall ist mit hier besonders im

Gedächtnis geblieben: Eine Rolex GMT Master, die nach einem Bad im Mittelmeer

buchstäblich „abgesoffen“ ist. Das aggressive Salzwasser hat das komplette Innenleben

zerstört – inklusive Uhrwerk, Zifferblatt und Zeiger.

Nach dem Öffnen kam nur noch ein Klumpen Rost zum Vorschein.

Die Kosten des Schadens: ca. 5000 EUR.

Der Grund für den Wassereinbruch war eine defekte Glasdichtung.

 

Die Wasserdichtigkeitsprüfung

Dieses Beispiel aus dem wahren Leben schmerzt wohl jeden Uhrenenthusiasten

schon bei der Vorstellung – und zeigt anschaulich, dass Wasserdichtigkeit keine

bleibende Eigenschaft ist. Sie sollte jährlich und insbesondere vor besonderen

Belastungen überprüft werden, da die eingebauten Dichtelemente in ihrer Funktion

und im täglichen Gebrauch nachlassen.

Weitere Tipps rund um die Wasserdichtigkeit Ihrer Uhr:

Die Krone sollte immer gedrückt oder verschraubt sein und sollte nicht unter Wasser

oder bei feuchtem Gehäuse bewegt werden.
Das Gleiche gilt für das Betätigen von Drückern.
Schützen Sie Ihre Uhr vor Stößen, Hitze, starker Hitze in Verbindung mit schockartiger

Abkühlung, Chemikalien und mechanischem Abrieb.
Suchen Sie sofort einen Uhrmacher auf, wenn Feuchtigkeit in Ihre Uhr eingedrungen

sein sollte.
Von Trockenversuchen z. B. auf einem Heizkörper, ist in jedem Fall abzuraten, weil die eingedrungene Feuchtigkeit nicht oder nur zum Teil aus dem Gehäuse entweicht.


Nun hoffe ich, dass dieser Artikel kein Show-Stopper für den kommenden Sommerurlaub ist. Natürlich können und sollen Sie Ihren Zeitmesser auch in der Freizeit genießen, eben nur

mit ein bisschen Vorsicht. So haben Sie sicher noch lange Freude daran!


Freitag, 31. Juli 2020

„Einsatzuhr“ der neuste Zeitmesser aus unserer kleinen Zeitmanufaktur!

Ab 1939 entstand Bedarf an Uhren für verschiedenste Einsatzzwecke, Schnelle Ablesbarkeit auf einem übersichtlichen Zifferblatt zeichnete diese Zeitmesser aus. Zuerst waren diese Uhren nur für den militärischen Einsatz gedacht. Heutzutage gehören Einsatzuhren zu der Standartausrüstung von Spezialeinheiten der Polizei, Militär sowie Katastrophenschutz.

UHRWERK
ETA 2824-2/SW 200
• Swiss made
• Automatik
• Stunde und Minute mit Leuchtmasse
• Zentralsekunde

GEHÄUSE
• Edelstahl, Durchmesser 41 mm
• Gesamthöhe 13,5 mm
• Saphirglas gewölbt
• Lünette Edelstahl mit Keramikeinlage
• Gehäuseboden mit Glaseinlage
• Verschraubte Krone
• Wasserdicht

Preis 695.- Euro





Freitag, 26. Juni 2020

Ausbildung zum Uhrmacher erfolgreich abgeschlossen!

Das Uhrmacherhandwerk ist vom Aussterben bedroht.
Handwerkliche Fähigkeiten, die über Jahrhunderte von Generation zu Generation weiter gegeben wurden, gehen unwiederbringlich verloren!

Wer noch einen Uhrmacher in Wohnortnähe hat, kann sich glücklich schätzen.
Uhrmacher sind Mangelware!

Aus diesem Grund bilden wir aus!

Unser Auszubildender hat in den letzten drei Jahren eine Ausbildung zum Uhrmacher in unsere Uhrmacherwerkstatt durchlaufen und hat jetzt die Gesellenprüfung bestanden.

Herzlichen Gückwunsch!

Der "frisch gebackene" Uhrmachergeselle wird unser Uhrmacherteam ab Juli 2020 tatkräftig unterstützen!


Freitag, 19. Juni 2020

Mechanische Uhren gebaut von Uhrmachermeister Kriescher

Mechanische Meisterwerke
gebaut von Uhrmachermeister Kriescher
handgefertigt – einzigartig – persönlich

Es gibt die Uhr in zwei Versionen und vier Zifferblattvarianten 


1. Version mit einem dekorierten Unitas 6498 Preis 695.- Euro
2. Version mit einer dekorierten ¾ Platine Preis 1295.- Euro